Bierbrauen in Calbitz

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Das Ende der Bierbrauerei Kötitz

Wegen Absatzschwierigkeiten aber auch wegen der nicht zu klärenden Schwierigkeiten mit dem Abwasser wurde die Brauerei im Jahr 1912 schließlich für immer geschlossen. 400 Jahre ist an dieser Stelle Bier gebraut worden. 1913 ließ der Rittergutsbesitzer Adolph Bake in das Brauereigebäude Saisonarbeiterwohnungen einbauen. Im Jahre 1916 verkaufte Adolph Bake das Rittergut und die Brauerei an die Familie Wilke. Sie waren nun die letzten Besitzer und führten das große Gut bis zum Kriegsende 1945.

Die Brauerei war während des Krieges Unterkunft für die Sommerarbeiter des Rittergutes. Hauptsächlich junge polnische Mädchen waren in diese Zeit im Dienste der Herrschaft. Nach Beendigung des Krieges, im Juni 1945, zogen in das schon hoch betagte Gebäude Flüchtlinge aus Oberschlesien und Ungarn ein. Auch zwei Neubauern wurde ein Teil des Hauses zugewiesen.

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Im Jahr 1989 wurde dann die alte Brauerei, nachdem die letzten Bewohner ausgezogen waren, gesprengt.

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Die Überreste des großen Hauses wurden in der alten Sandgrube am östlichen Ende des Dorfes deponiert."

(Quelle: Vom Bierbrauen in Calbitz, Heimatverein Calbitz, 2005)