Bierbrauen in Calbitz

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In der Neuzeit

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Der vorletzte Besitzer des Rittergutes Kötitz war Adolph Bake. Er hatte im Jahr 1898 das Rittergut mit samt der Bierbrauerei gekauft. Im Jahre 1906 hat er das Brauereigebäude und den Pferdestall sanieren lassen. In das Brauhaus war auch eine Wohnung für den Braumeister neu eingebaut worden.

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Seit einiger Zeit wurde das Wasser zum Brauen des Bieres nicht mehr aus dem Mühlbach, sondern aus einem Brunnen entnommen, der gegenüber des Brauereigebäudes auf der anderen Straßenseite angelegt worden war. Allerdings hat es auch mit den Abwässern der Brauerei Schwierigkeiten gegeben. Sie flossen hinter dem Gebäude in eine Grube und von dort durch ein Holzrohr unter dem Mühlbach hindurch in den Straßengraben. In den Graben floss dann das Abwasser bis zum Parkrand und dort in die vorbei fließende Luppa. Durch die Verschmutzung des Baches war der Fischbestand erheblich zurückgegangen. Trotzdem produzierte die Brauerei noch einige Jahre Malz- und Weißbier. Auch der Bierkeller im ehemaligen Herrenhaus des Rittergutes Altkötitz wurde noch zur Lagerung des Bieres genutzt. Einige Kutscher, die das Bier regelmäßig zum Bierkeller oder in die Brauerei brachten, sind noch namentlich bekannt. Das waren Otto Birkner und Franz Wittig aus Calbitz. Die beiden letzten Braumeister waren Otto Roßberg und Emil Gey.

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